Feld oder Waldbahn in H0f

In der letzten Zeit habe ich Layouts gebaut die überwiegend zum Rangieren geeignet sind, deshalb habe ich den Wunsch auch mal eine Fahranlage zu bauen um entspannt einen Zug fahren zu sehen. Im Sommer habe ich immer ( so das Wetter es zulässt ) meine Hobbyaktivitäten auf der Terasse an der frischen Luft aus geführt. Bei Betriebsruhe oder Baupause findet die Anlage im Kleiderschrank in einen Fach von 1,20 m x 0,60 m ihren Platz, gleichzeitig sind dadurch die Anlagenmasse vorgegeben. Schon länger liebäugle ich mit den Fahrzeugen von Minitrains die hervorragende Fahreigenschaften dank Schwungmasse haben sollen. Im Internet habe ich eine unvollendete H0e Anlage gefunden dessen Gleisplan ich mit einigen kleinen Änderungen übernommen habe, Als Grundplatte habe ich eine 30 mm dicke Styrodurplatte genommen, da ich mitterweilen alleine bin muss ich auf das Gewicht achten um diese hin und her tragen zu können.

Bis es zu den auf Bildern ersichtlichen Zustand gekommen ist hat es so einige Fehlschläge gegeben. Von meinen ehemaligen N-Projekt hatte ich das Gleismaterial übrig, ein Vergleich mit den ehemaligen Egger-Gleis ergab annähernd die gleiche Schwellenstärke so das ich die überzähligen Schwellen entfernte welches sehr mühselig war da beim Peco Code 55 Gleis die Schienen angespritzt sind,als Weichen hatte ich die Tomix 24 Grad Weichen mit integrierten Antrieb  gekauft um das justieren des Antriebes zu vermeiden, das Herzstück sollte polarisiert sein, aber es gibt eine kleine stromlose Lücke die sich bei Testfahrten bemerkbar machte. Um späteren Frust im Fahrbetrieb zu vermeiden griff ich auf meine vorhandenen Weichen zurück, Im Internet habe ich einen Bericht gefunden wie der britische Seep- Antrieb einen längeren Stellweg bekommt um die Herzstück Polarisierung sicher herzu stellen, dabei wird die Weichenzunge gestellt, da die Räder über den Stellhebel des Antriebes rollen ist ein sichtbares ruckeln feststellbar und für einen sicheren Fahrbetrieb nicht zu akzeptieren. Fazit alle angeklebten ( mit zwei Komponenten Kleber ) Antriebe entfernen und an der eigentlichen Stellschwelle neu befestigen  und zur Herzstück Polarisierung ein Relais paralell schalten.

Ein großer Vorteil einer Grundplatte aus Styrodur ist das sich Veränderungen leicht mit einen Messer oder Schaber vornehmen lassen so das sich das benötigte Bachbett leicht herstellen ließ. Das benötigte Sägewerk habe ich preiswert bei Ebay gekauft, ich hatte das Glück das der Vorbesitzer die Klebungen nicht sorgfältig vorgenommen hat so das es sich leicht ohne größere Schäden demontieren ließ um  das Gebäude zu verkleinern und mit einer neuen Farbgebung zu versehen, bei dieser Gelegenheit habe ich auch gleich den angespritzten Wassergraben entfernt und durch einen tieferen ersetzt. Zwei Gleise führen über den Bach und dafür brauchte ich Brücken, die Brückenköpfe fertigte ich aus Styropur mit Gipsüberzug an und die Brücken aus Holzleisten und Balsaholz Resten.

Während ich auf die Trocknung meiner Felsformation warte kann ich meinen Baubericht fortsetzen. Zum Testen meiner Gleise benötigte ich ein Testfahrzeug, ich wählte von Roco die Feldbahn Diesellok, die ich aber nach der Einfahrzeit sofort wieder an den Händler zurück gesendet habe, der technische Standart ist aus den vorigen Jahrhundert und es grenzt an Unverschämtheit so etwas noch zu verkaufen. Zum Testen habe ich dann meine 0f 9 Dieselloks und eine N - Werkslok genommen, da ich noch unschlüssig bin welche Lok ich von Minitrains kaufen werde. Die zwei Brücken für die Gleise die den Mühlenbach Überqueren sind aus Leisten und Balsaholz hergestellt genau wie das Stauwehr welches ich als Blickfang verwende. Der Bach wird von einen kleinen See gespeist, dessen Zulauf ist eine Wasserquelle mit Wasserfall die aus den Felsformationen kommt. Als Spachtelmasse für Gelände und Felsen verwende ich selbst hergestelltes Pappmachee mit einen Zusatz von Rotband, damit lässt sich ohne Schmiererei sauber arbeiten, die Felsen werden nach ihrer Trocknung mit einen dünnen Gipsüberzug versehen da ich bei der Farbgestaltung mit Wasser arbeite, der einzige Nachteil ist die Trockenzeit von ca. einer Woche.

Als nächstes habe ich die Felsen coloriert und einen Teil der Landschaft begrünt, in einen Video von Ulricke Strauch wurde die Wasserfall Gestaltung gezeigt die ich für meine Anlage dann verwendet habe. Nun gabe es endlich Zeit mir ein Triebfahrzeug zu zu legen da einige Stellen der Anlage sehr eng sind, ich habe eine Feldbahn Diesellok von Minitrains gekauft ( sehr zu empfehlen, hervorragende Fahreigenschaften! ) Nach der ersten Testfahrt musste einiges korrigiert werden, nur gut das ich Styrodur verwendet habe, so ging alles probemlos.In der oberen Ebne habe ich einen Holzeinschlag dargestellt, die Bäume muss ich noch mit Heki Blättern veredeln.

Fertiggestellt, Zu Verkaufen!