Spur N Segmentanlage " Rödertal "

In den letzten Jahren habe ich fast ausschlieslich Kastenanlagen mit begrenzten Kleinmotiven  gebaut, schon längere Zeit bestand bei mir der Wunsch auch mal einen Zug in der Landschaft fahren zu sehen. Von vorherigen Anlagenprojekten hatte ich noch mehrere Spur N Weichen in meinen Bestand, deshalb wählte ich für das neue Projekt die Spur N. Zur Verfügung stehen mir in meinen Schlafzimmer 2,20 m die mit drei Segmenten ausgefüllt werden. Thema der Anlage soll eine kleine Nebenbahn mit Endbahnhof, Landschaftssegment und Fiddle Yard in der ehemaligen " DDR " sein. Bei meiner ersten Planung bin ich von einer Länge des Bahnhofssegmentes von 0,90 m ausgegangen, im Praxistest des vorgesehenen Gleisplanes bin ich nach mehreren Versuchen ( siehe Fotos ) zu 1,00 m Länge gekommen, als Minimum für das Fiddle Yard ergab sich eine länge von 0,40 m so das für das Landschaftssegment noch 0,80 m übrig bleiben.

Als die Planungsphase beendet war habe ich die drei Segmente aus 10 mm Pappelsperrholz gebaut und die Peco Code 55 Gleise und Weichen mittels Nägel justiert, die Segmentweiche ist ein 3D Druck die ein Anbieter bei Ebay in verschiedenen Baugrößen zu einen akzeptabelen Preis anbietet, da ein Handbetrieb von mir vorgesehen ist waren nur kleine Anpassungen nötig um diese einbauen zu können. Zum Probebetrieb stand mir nur ein uraltes Modell einer Werksbahn Dampflok von Fleischmann mit  zur Verfügung, da die schon in die Jahre gekommene  Arnold T3 mit Schlepptender mit den Spurkränzen auf den Weichenradlenker auflief trotz der von Peco behaupteten Aussage das auch alte Fahrzeuge auf den Code 55 Gleismaterial einsetzbar sind, der Probebetrieb erfolgte ohne Probleme.

In der Zwischenzeit habe ich mir als Triebfahrzeuge eine Fleischmann V110 Diesellok zu gelegt in der ich einen Decoder eingebaut habe, die Fahreigenschaften sind hervorragend, weniger Glück hatte ich bei den Kauf einer gebrauchten BR 38 Dampflok, laut Aussage des Verkäufers währen nur kleine Wartungsarbeiten notwendig was sich aber im Nachhinein als Trugschluss heraus stellte, da meine eigenen Reperraturversuche nicht zum Erfolg führten hat mein Teampartner versucht die Lok fahrfertig zu bekommen, ( 3 maliger Getriebe Ausbau ohne Besserung des Problems ) am kommenden Wochenende startet der letzte Versuch, ist dieser wieder erfolglos so kann ich diese nur noch an Bastler verkaufen. Personen und zum Teil Güterwagen habe ich von Piko gekauft damit ich keine Umbeschriftung vornehmen muß, die Radsätze werden ausgetauscht.

Nach längerer Pause will ich nun den Baubericht fortsetzen, meinen Fahrzeugbestand habe ich weiter aufgestockt und als neue Triebfahrzeuge sind eine Brawa V 180 , eine Fleischmann Br 64 und ein VT 137 der Firma Kress dazu gekommen, zur Zeit befinden diese sich noch bei meinen Teampartner, der die Digitalisierung vorgenommen hat. Bisher habe ich das  Entkuppeln mittels eines selbst gebauten Handentkuppler vorgenommen, einfacher währe ein automatisches Entkuppeln, bei meinen  Recherchen im Internet habe ich Berichte von magnetischen Entkuppeln gefunden,  ( siehe auch das Foto ) aber wie immer sind zwischen Theorie und Praxis große Unterschiede, es hätte einen nicht unerheblichen Aufwand  gegeben so das ich wieder davon ab gekommen bin, eventuell wird später einmal mit  digitalen Kupplungen gearbeitet. Um wieder einmal zu einer Erfolgserlebnis zu kommen habe ich die Ausgestaltung des Landschafts -Moduls vorgenommen.

Um  zusätzlichen Betrieb machen zu können habe ich eine Verladestelle Feldbahn- Regelspur eingeplant, die Feldbahn als Standmodell entweder von MZZ oder Busch. Nach reichlicher Überlegung habe ich mich für die Firma Busch entschieden da bei den Set vier Kipploren dabei waren, nach entsprechender Alterung macht das Ganze einen passabelen Eindruck, die eigentliche Verladeanlage war schnell aus Polystyrolresten gebaut,die kleine Fleischmann Dampf- Werkslok mit zwei Hochbordwagen ist für diese Aufgabe vorgesehen.

Obwohl diese Anlage mein Projekt ist, steht mir mein Teampartner für notwendige Änderungen immr zur Verfügung, wer selber schon einmal Anlagen gebaut hat, weiß das nach längerer Bauzeit ein sogenannter Tunnelblick entsteht und es bessere Gestaltungsmöglichkeiten gibt.Auf den ersten Foto ist ersichtlich das das dreigleisige Fiddleyard auch seine Funktion übernehmen kann. Die Grundfärbung der Felsen ist mir nicht so gut gelungen zum einen stimmte das Mischungsverhätnis der Farben nicht, ( zu dunkel und war auch nicht stark genug verdünnt ) mit der anschliesenden Begrünung habe ich die Fehler erträglich korrigiert, im Moment bin ich an der Bearbeitung eines übrig gebliebenen Geländestücks bei dem ich die vorherigen Fehler vermieden habe und bin auf das Endergebnis gespannt.

Längere Zeit habe ich mir schon Gedanken gemacht bezüglich des Hintergrundes, die Fotohintergründen einschlägiger Firmen sagten mir von den Motiven nicht zu, deshalb habe ich Einzelmotive von MZZ gewählt, alleine der Wolkenhimmel ist vom Preis unschlagbar, diesen habe ich auf eine Hartfaserplatte auf geklebt und die einzelen Motive nach meinen Vorstellungen angeordnet. zum befestigen des Hintergrundes mußte die gesamte Anlage gedreht werden,dabei ist mir die Anlage durch das nicht unerhebliche Gewicht an der Verbindung zum zweiten Segment auseinander gebrochen und es sind kleinere Schäden entstanden die sich zum Glück wieder beseitigen ließen. Mit der Baum Auswahl (sahen auf den Firmenfotos akzeptabel aus ) bin ich nicht zufrieden,die gekauft Pappeln waren unbrauchbar, in kurzer Zeit habe ich unter Verwendung von Zweigen selber welche gebaut und die neuen hellgrünen Nadelbäume entsprechen auch nicht meinen Ansprüchen, Fazit: Raus geworfenes Geld, mir ist unverständlich das in der heutigen Zeit ( Lok, Wagen und Automodelle bis auf die kleinste Niete nach gebildet ) so etwas noch vertrieben wird!