0e- Segmentanlage"PROTTEWITZ"

Für den Anfang des Anlagenberichtes muß ich sehr weit zurück gehen bis ins vorige Jahrhundert, aber Spaß beiseite im Jahr 1997 oder 98 erschien in der Miba  ein längerer Artikelbericht über Magic-Train mit Umbau und Superungs Tips, zunächst habe ich die Berichte gelesen aber nicht weiter verfolgt.Bei einen späteren Besuch eines Modellbahnfachgeschäftes entdeckte ich im Schaufenster eine Dampflok mit 2 Personenwagen als Reichsbahnausführung von Magic- Train, ich war sofort begeistert von der handlichen Größe, das sah wie ein richtiger Zug aus! und vom Platzbedarf nicht viel länger als in H0 eine Lok mit 3 Wagen, wenn es nach mir gegangen währe hätte ich sofort alles gekauft aber meine Frau bremste mich mit dem Argument mir alles noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen. Bis dahin baute ich in H0, Thema Deutsche Reichsbahn Ost, seit den Auszug unserer Tochter stand mir deren Kinderzimmer als Modellbahnraum zur Verfügung, das Zimmer war nicht sehr groß und hatte vor allen Dingen eine unmögliche Aufteilung bei einer Breite von 2,10m eine Kopfwand mit Türe und die andere Wand bestand nur aus Fensterfläche mit Glastüre zum Balkon, am Anfang habe ich eine Anlage in U- Form geplant aber es hat immer Probleme mit den provisorischen Übergang vor der Glasfront gegeben so das ein Anlagenbetrieb mehr oder weniger in Frust endete. In der nächsten Zeit suchte ich in meinen Fachzeitschriften Fundus ( zu diesen Zeitpunkt monatlich 5 verschiedene Fachzeitschriften zum Teil ab 1972 ) nach Beiträgen  der Baugröße 0e, es ist natürlich so gekommen wie es kommen musste, alles H0 Material wurde verkauft und die besagte Lok mit Wagen gekauft. Da das eigentliche 0e Program von Fleischmann nur für den Modellbahnnachwuchs produziert wurde hatten die Dampf und Diesellok hervorragende Fahreigenschaften. Mein Fachwissen über die neue Baugröße war am Anfang fast Null, zu dieser Zeit war ein Computer oder das Internet für mich Böhmische Dörfer, durch Recherchen in den Fachzeitschriften bekam ich nach und nach Kontakt zu verschiedenen Kleinserien- Herstellern und dem Spur 0 Verein dessen Mitglied ich  einige Jahre war, ich bin dann auf die Fachzeitschrift" der Mittelpfuffer " (  Nachfolger " Schmale Spuren" ) gestoßen, für  mich die besten Zeitschriften bezüglich der Themen Schmalspur im Modell und Vorbild.

Ich habe mich für einen Nebenbahn-Endbahnhof mit Segmentdrehscheibe entschieden (spart Platz, Weichen und ist nicht auf jeder Anlage zu sehen ) diverse Bauvorschläge gab es in der Miba und der Broschüre von Borgas, erst hatte ich einen Motorantrieb den ich aber wegen der großen Geräuschentwicklung gegen einen Kurbel- Handantrieb tauschte. Das Gleismaterial kam von Peco, die Weichen wurden nach einen Fremo Vorschlag mittels Stellstange und Microschalter für das Herzstück gestellt, die Gebäude enstanden nach Bauplänen des Mittelpfuffers, dabei habe ich viel mit Holzleisten gearbeitet, diese Bauweise verwende ich gerne da sie kostengünstig und ohne Spezialwerkzeug zu verarbeiten ist. Zubehör habe ich bei Addie, Kalle Stümpfel und auf Austellungen die Spur 0 betreffen gefunden, gleichzeitig mit dem Bahnhofssegment baute ich schon andere Segmente nur mit Gleisen versehen um schon Betrieb machen zu können. Zu dieser Zeit planten wir schon unseren Umzug nach meinen Ausscheiden aus denm Arbeitsleben, meine Frau wollte einen Garten und ich ein großes Eisenbahnzimmer, aus diesen Gründen mieteten wir ein Haus mit ca. 140qm Wohnfläche so das jeder seine Träume verwirklichen konnte. In dieser Zeit baute ich für die Anlage neue Segmente die nach und nach mit Landschaft ausgestaltet wurden und einen zweiten Kopfbahnhof, der besaß unten anderen eine Doppelkreuzweiche dessen Schaltung mich zum verzweifeln gebracht hat, nie wusste ich beim rangieren auf welches Gleis man kommt, die Schaltung für Doppelkreuzweichen hat mich auch bei späteren Anlagen frustriert bis ich vor kurzer Zeit im Internet die Problemösung gefundn habe. Auf einer Ausstellung habe ich einen Eigenbau Bausatz für einen Wismarer Schienenbus erstanden, an dessen Bau ich nach einen größeren Zeitraum ging, im Vorfeld habe ich mich schon nach eine geeigneten Antrieb um gesehen und wurde aber nicht fündig so das ich selber etwas bauen musste, ich fand dann ein Getriebe welches schon eine Achse hatte auf der ich dann Räder von Addie aufziehen konnte,als Motor nahm ich einen kleinen Faulhaber Motor der trotz seiner geringen Größe genügend Zugkraft hatte. Für diesen Umbau benötigte ich auch ein Kronenzahnrad, mein Vermieter und auch Freund hatte einen Computer und hat für mich im Internet das benötigte Zahnrad gefunden und sagte gleichzeitig " spätesten in einen halben Jahr hast du auch einen Computer" und so war es auch, nach und nach habe ich mir dann das nötige Wissen angeeignet. Ein Problem ergab sich beim Übergang vom Bahnhofssegment zum ersten Streckensegment wo ich einen sehr kleinen Gleisbogen einbauen muste, der Zug veringerte seine Fahrt auf Grund des Schienenwiderstandes extem und war mit einen normalen Analogregler kaum noch steuerbar,in der Miba fand ich mehrere Berichte über die Digitalsteuerung unter anderen von Decodern mit Lastausgleich, ich erwarb dann von Roco die erste Lokmaus und von Umelec einen Decoder mit electronischen Dampfloksound, der Lastausgleich brachte den erwünschten Erfolg, der Sound ist natürlich kein Originalgeräusch und wurde bei längeren Betrieb abgeschaltet.

Zu diesen Zeitpunkt merkte ich schon das ein Jahre langer Anlagenbau nicht meine Erfüllung ist, ich sah bei dieser Anlagengröße kein Ende. Zur gleichen Zeit zogen wir es in Erwägung wieder in eine Mietwohnung zuziehen da das Haus für uns zu groß bzw. die Heizkosten nicht mehr bezahlbar waren. Mir war bewusst das ich meine Anlage in der neuen Wohnung nicht unter bringen konnte und habe dann die Anlage im "Mittelpuffer" zum Verkauf angeboten, aber ohne Erfolg. Darauf habe ich versucht die Anlagensegmente über Ebay zu verkaufen, der größere Endbahnhof ging zu einen Spottpreis weg und die anderen Segmente kaufte ein Käufer aus Potsdam  ( mit dem ich heute noch befreundet bin ) dem es auf Grund der großen Entfernung nur auf  die Gleise,Häuser und Zubehör ankam. Den kleineren der Bahnhöfe habe ich selber für meine neue Anlage behalten, der Verkauf war ein riesiger finanzeller Verlust für mich. In der neuen Wohnung hatte ich auch ein eigenes Zimmer mit einen Platz für eine Anlage von 3,50mx 0,60m so konnte ich an den Bahnhof nur noch ein Fiddleyard anschliessen um etwas Betrieb machen zu können. Von dieser Anlage trennte ich mich nach einiger Zeit um ein neues Projekt in Angriff nehmen zu können, aber immer wieder habe ich nach einiger Zeit eine ähnliche Anlagen gebaut wie auf der  dritten Bilderfolge sichtbar ist.                                              Liebe Grüße   Thomas